Leitartikel

  • „Tak for Alt“

    doellscher neu 200 Es ist Sommer in Dänemark. Die Sonne scheint, Blumen duften und Schmetterlinge tanzen vorbei. „Tak for Alt“ lese ich. Hier und da und dort drüben auch. „Tak for Alt.“ „Danke für alles.“ Ich lese...

     

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Gemeindebrief

  • Gemeindebrief 50/4 ist erschienen

    Hier kann der aktuelle Gemeindebrief
    (50/4 | September, Oktober, November 2019)  heruntergeladen werden. Sie können aber auch im Archiv nach älteren Ausgaben suchen oder die letzten aktuellen Ausgaben ansehen.

Presbyterium

  • Neues aus dem Presbyterium

    blaskowski neu 200Lösungsorientierter Prozess neu gestartet: Das Presbyterium sieht sich in der Pflicht, bis zum Ende der laufenden Wahlzeit eine Vielzahl von weichenstellenden Grundsatzentscheidungen...

     

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Aktuelle Informationen

  • 8 8 uhrAm Achten um Acht: Veranstaltungen 2. Halbjahr 2019

    Jeden 8. eines Monats um 20 Uhr im Gemeindezentrum Dollendorf

    Laden Sie hier das Programm für die Monate September bis Dezember 2019 herunter (August Sommerpause): pdf Veranstaltungen September bis Dezember 2019
    Der Eintritt der Veranstaltungen ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

     

     

  • Änderung der Email Adresse des Gemeindebüros

    Bitte beachten Sie, dass wir eine neue Email-Adresse des Gemeindebüros haben. Sie lautet:

    oberkassel@ekir.de

    Die alte Adresse wird noch für einige Wochen automatisch an die neue Adresse umgeleitet.

  • Jahressammlung 2019 - Orgelsanierung Oberkassel

    Das Presbyterium hat beschlossen, die Orgel in der Großen Kirche Oberkassel wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen. Im Zusammenhang damit soll die Schimmelsanierung im Gehäuse der Walcker-Orgel aus dem Jahr 1908 durchgeführt werden. Die Jahressammlung gilt daher der Sanierung der Orgel und soll ein erster Baustein der Finanzierung sein.

    Kontoverbindung: Sparkasse Köln/Bonn, IBAN: DE32 3705 0198 0043 5938 70, Verwendungszweck: Jaheressammlung 2019 - Orgel Oberkassel

    Link zu Detailinformationen und dem Status der Orgelsanierung

  • Redaktionsschluß für den Gemeindebrief Nr. 51-1/2019/2020 (Dezember 2019, Januar, Februar 2020)

    ist der 25. Oktober 2019. Beiträge bitte an Sigi Gerken leiten.

    Bitte beachten Sie, dass Fotos als unbearbeitete Originaldatei mit einer Auflösung von 300dpi vorliegen müssen

     

  • 8 8 uhrAm Achten um Acht im November:

    Ökumenisches Gedenken zur Reichspogromnacht. Pfarrerin Dr. Anne Kathrin Quaas.
    Die Veranstaltung findet statt am 8. November um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Dollendorf, Friedenstr. Der Eintritt ist frei.

„Selbstverständnis und die Laienverantwortung in Auslandsgemeinden in Südamerika“ –„Pastor Auxiliar“ Michael Lingenthal referiert beim Ev. Männerfrühstück

Geschrieben von Ulf von Krause; Foto: Michael Lingenthal am .

Michael LingenthalDer Referent beim Ev. Männerfrühstück Dollendorf hat einen beeindruckenden Lebenslauf. Nach seinem 2. Staatsexamen der evangelischen Religionspädagogik lebte Michael Lingenthal von 1974-1988 in Bad Honnef, wo er sich politisch engagierte. Von 1992 bis 1998 war er Geschäftsführer des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und leitete dreimal Auslandsbüros der Konrad Adenauer Stiftung in Südamerika, und zwar in Paraguay, Venezuela und Peru, ehe er Ende 2013 aus Peru zurückkehrte und erneut nach Bad Honnef zog.


Aus diesen Tätigkeiten in den drei südamerikanischen Ländern berichtete er von seinen Erfahrungen in Auslandskirchengemeinden mit den Schwerpunkten Selbstverständnis und Laienverantwortung. Er machte seine Eindrücke mit plastischen Vergleichen zur EKD deutlich: als nach der jeweiligen Rückkehr aus dem Ausland in Berlin, Hürth und Bad Honnef an Gemeindeversammlungen teilnahm, bedeutete das für ihn einen „Schock“. Dominierend waren nach seinem Eindruck in solchen Versammlungen die Finanzen – und das, wo nach seiner Einschätzung die evangelischen Kirchengemeinden genügend Geld aus dem Kirchensteueraufkommen haben, zumindest, wenn man sie mit den Auslandsgemeinden vergleicht. Deutschen Gemeinden gegenüber sind die Auslandsgemeinden weitgehend selbstfinanziert, die EKD-Zuschüsse reichen, im Gegensatz zu früher, in keiner Weise aus, noch nicht einmal, um die notwendigen Rücklagen für die entsandten Pfarrer anzulegen. Daher wird den Gemeindemitgliedern eine Abgabe auferlegt. Und es gibt Servicegebühren für Nichtmitglieder. Damit steht das Prinzip Leistung und Gegenleistung sehr viel stärker im Mittelpunkt, als wir das in unseren Kirchengemeinden kennen.

 


Die Auslandsgemeinden sind nach dem jeweiligen staatlichen Recht des Gastlandes eingetragene Vereine, also im Status eines „Kaninchenzuchtvereins“. Mit der EKD haben sie einen Vertrag. Die EKD übernimmt die Aus- und Fortbildung von Pfarrern, die in eine Auslandsgemeinde gehen wollen, aber auch für Laien. Aufgrund seiner Erfahrungen engagierte sich Michael Lingenthal auch in dieser Ausbildung. Dabei legte er Wert darauf, den Kandidaten für eine Auslandsverwendung drei Fragen ins Bewusstsein zu rücken: Können sie allein entscheiden, z.B. auch gegen die Familie? Werden sie von jemandem getragen? Und ist ihre Absicht, ins Ausland zu gehen, eine Flucht?


Auslandsgemeinden bestehen aus der Laiengemeinde und einem Pfarrer, wobei alle stimmberechtigen Gemeindemitglieder eine Urwahl der Pfarrer durchführen. In unserer Landeskirche liegt dieses Recht bei den Presbyterien. Dabei kommt es, wie auch bei unserer Kirchengemeinde in der Vergangenheit, zu Situationen, dass die von der EKD vorgeschlagenen Kandidaten nicht die Zustimmung der Gemeinde finden, so dass eine z.T. lange Vakanz zu überbrücken ist. In dieser müssen Laien die Gemeinde „am Laufen halten“. Aufgrund seiner theologischen Ausbildung war Michael Lingenthal regelmäßig als „Pastor Auxiliar“ beauftragt, was in unserer Landeskirche in etwa der Position eines Prädikanten/einer Prädikantin entspricht.


Die Gemeindeleitung obliegt bei Auslandsgemeinden den Gemeindevorständen (wie bei uns bei den Presbyterien). Die Pfarrer haben lediglich im Bereich der Verkündigung ausschließliche Rechte. Vorstände und Gemeindeversammlung haben dabei eine wesentlich stärkere Rolle bei der Festlegung der Liturgie und der Gemeindeordnung. Und in einer Auslandsgemeinde engagieren sich die Laien auch stärker in der Verkündigung. Sie begrüßen und verabschieden die Gottesdienstbesucher, sie gestalten besondere Gottesdienste und sie führen auch Kasualien durch. Aufgrund der geografischen Ausdehnung der Auslandsgemeinden – die Entfernung von Lima in Peru zu den südlichen Teilgemeinden beträgt mehr als 3.000 km, was die Präsenz des Pfarrers naturgemäß stark einschränkt – kommen auf die Laien vielfältige Aufgaben zu.


Für Auslandsgemeinden ist die Ökumene mit der römisch-katholischen Kirche eine Selbstverständlichkeit, eine formalisierte Kooperation „durchwebt und gelebt“. Dabei verstehen sich die evangelischen Gemeinden als lutherisch, da sie so als „historische“ Kirchen wahrgenommen werden. Man betreibt ein gemeinsames Gemeindezentrum und die Teilnahme an den Sakramenten der jeweiligen anderen Glaubensrichtung ist kein (Streit)-thema. Die Arbeit der Auslandsgemeinden ist sowohl bi-religiös als auch bi-sprachlich, weil die Deutschkenntnisse mit den Generationen naturgemäß abnehmen und auch die Kenntnisse über das heutige Deutschland (so wurde Michael Lingenthal in einer Gemeinde als „Bruder Lingenthal aus dem Reich“ begrüßt).


In seinen drei Tätigkeiten machte Michael Lingenthal auch seine Erfahrungen mit diktatorischen Regimen in den Gastländern, die bis hin zur „Einladung“ zu einer Befragung unter Waffenandrohung reichten.


Die Auslandsgemeinden sehen sich auch in einer Verantwortung für soziale Projekte in ihren Gastländern. Hier hat sich in den letzten Jahren eine Veränderung von Hilfe in Notlagen hin zur Förderung der Entwicklung ergeben.


Neben den Gemeinden der evangelischen und römisch-katholischen Kirchen sind auch Gemeinden der Evangelikalen verbreitet. Sie weisen eine Bandbreite von Freikirchen bis zu Sekten auf. Und bei ihnen hat Michael Lingenthal eine Veränderung von der „Garagenkirche“ (templo de garaje) hin zu „Glaubenskonzernen“ festgestellt – mit deutlich zunehmenden Einfluss auf die Politik. Und sie haben aufgrund eines günstigen „Leistung-Gegenleistung“-Verhältnisses erheblichen Zulauf.


Der Sprecher des Männerkreises, Jörg Brüßler, bedankte sich namens der Teilnehmer für den äußerst interessanten Vortrag, der durchaus Anregungen zum Nachdenken über die Situation unserer Kirchengemeinden in Deutschland beinhaltete. Und er wies darauf hin, dass das Männerfrühstück Michael Lingenthal noch einmal zu einem Vortrag über „Polen – Versöhnung und Verständigung – noch zeitgemäße Ziele?“ wird begrüßen können, und zwar am 27.11.2019.

Allgemeine Hinweise

  • Bücherei Oberkassel

    Öffnungszeiten: Montag 16 Uhr bis 17:30 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 15 Uhr bis 18 Uhr und Donnerstag von 15 Uhr bis 18:30 Uhr

  • Bücherei Dollendorf

    Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 15 Uhr bis 18 Uhr
    Wir sind auch hier Online vertreten: Bücherei Dollendorf

  • Seniorentreff

    Der Seniorentreff, der aus der langen Tradition der Frauenhilfe hervorgegangen ist und jetzt Seniorinnen und Senioren umfasst, trifft sich donnerstags um 15 Uhr im ev. Gemeindezentrum Dollendorf. Neue Teilnehmer/-innen sind herzlich willkommen.

  • Umstellung auf Winterzeit 2019/2020

    Die nächste Zeitumstellung ist am: Sonntag den 27.10.2019 um 3:00 Uhr.
    Die Uhr wird dann um 1 Stunde auf 2:00 Uhr zurückgestellt.
    Die Nacht ist also 1 Stunde länger!