Leitartikel 49-3 (Juni, Juli, August 2018)

Momente eines Sommers

eckompa 200Juni, Juli, August – drei wunderbare Sommermonate, in denen sich das Leben gerne draußen im Garten, im Siebengebirge oder am Rhein mit Lagerfeuer abspielt. Einige ...

 

... treibt es auch weiter in die Welt hinaus: Die Besteigung des Kilimandscharo, eine Radtour entlang der Donau oder Wandern in Schweden. Es gilt, seinen Horizont zu erweitern und Menschen kennenzulernen. Ob es sich um die weite Reise oder einen Besuch in der Nachbarschaft handelt: Gastfreundschaft lässt solche Begegnungen erst gelingen. Was macht sie aus? Ein gutes Essen, erfrischende Getränke, Fledermäuse in der Dämmerung? Aufmerksame Gespräche, Küchentischphilosophie? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem… So entstehen die unvergesslichen Momente eines Sommers.

Ohne Gastfreundschaft wäre das nicht möglich! Es gibt in diesen zwischenmenschlichen Begegnungen zwei Rollen: Gastgeber und Gast. Der Gastgeber möchte eine angenehme Atmosphäre kreieren, der Gast soll sich wie zu Hause fühlen. Rundum versorgt und pudelwohl. Der Gast möchte nicht zur Last fallen und keine großen Umstände machen. Beide haben das Anliegen, ihre Beziehung zu vertiefen, zu pflegen oder sie aufleben zu lassen. Jeder schenkt dem andern etwas von seiner kostbaren Zeit. Gut vorstellbar, dass bei solchen Besuchen wertschätzende Worte fallen: „Schön, dass Du da bist“, „Danke, dass Du mich besuchst“ oder „Dich hat der Himmel geschickt".

 

Engel sind Gottes Boten auf Erden, auch wir Menschen dürfen uns dazu zählen. Wie diese Beziehung zwischen Gott und Mensch aussieht, ist kaum möglich genauer zu beschreiben. Sie ist etwas sehr Persönliches und Kostbares, entsteht durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse und wandelt sich ein Leben lang. Sie liefert uns Halt und den „doppelten Boden“, den wir manchmal brauchen. So kann ein Mensch zum rettenden Engel oder zum Schutzengel für andere werden.

 

Das hört sich so profan und gar nicht außergewöhnlich an. Vielleicht ist es genau das! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. In der engelhaften Erscheinung eines Menschen, in der Herzlichkeit zueinander, in der Gastfreundschaft blitzt etwas des Verhältnisses zwischen Gott und Mensch auf. Glitzert. Schimmert. Verzaubert.

 

Ihre Vikarin Ebba-Christina Kompa