Editorial (46-3 | April-Mai 2015)

quaas verlauf

Der Tod hat nicht das letzte Wort

vermutlich werden Sie diesen Gemeindebrief genau zu Beginn der Karwoche in Händen halten. Keine andere Woche hat eine solche Dynamik in unserem Kirchenjahr wie die Woche, die jetzt vor uns liegt....
 


... Zu Palmsonntag erleben wir wie Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem wie ein König und Held gefeiert wird. Am Gründonnerstag erinnern wir uns an das letzte Abendmahl, das er mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung feiert und das unsere Abendmahlfeier bis in die Gegenwart begründet. Karfreitag konfrontiert uns mit dem Tod. Osternacht und Ostermorgen erzählen vom Wunder der Auferstehung und von der Hoffnung auf neues Leben.
Und wer die Freude und den Jubel des Ostermorgens in seiner Tiefe erfassen will, den lade ich ein, sich schon in der Karwoche auf den Weg zu machen. Dass aus der Krise ein Neuanfang wird, aus dem Tod neues Leben entsteht, das ist am besten in der Dynamik dieser Tage und Stunden zu erfassen. Denn die Botschaft des Ostermorgens ist ja so viel mehr als die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Die Botschaft des Ostermorgens holt uns mitten im Leben heraus aus den dunkeln Löchern, in denen wir feststecken, aus unseren Lebenskrisen, Schulderfahrungen und Verstrickungen. Der widerständige Ausruf „Der Tod hat nicht das letzte Wort“ lockt uns schon jetzt – mitten im Leben – in die Freiheit des Ostermorgens. Lockt uns in die Veränderung und den Neuanfang. In diesem Sinn: „Gesegnete Ostern!“ – wünscht Ihnen

Ihre Pfarrerin Anne Kathrin Quaas