Leitartikel

  • Schön gemacht !

    doellscher neu 200Wenn Sie dies Online lesen, ist es wieder soweit: Das neue Schuljahr ist da. Für viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer geht es nach den Ferien wieder los in einen...

     

    Weiterlesen ...

Gemeindebrief

  • Gemeindebrief 49/4 ist erschienen

    gb49 04 coverHier kann der aktuelle Gemeindebrief
    (49-4 | September, Oktober, November 2018)  heruntergeladen werden. Sie können aber auch im Archiv nach älteren Ausgaben suchen oder die letzten aktuellen Ausgaben ansehen.

Presbyterium

  • Neues aus dem Presbyterium

    blaskowski neu 200Blick auf die Sommersynode des Kirchenkreises: Die Kreissynode musste sich auf ihrer Sitzung am 16. Juni mit bedeutenden Themen befassen, die in den kommenden Jahren ...

     

    Weiterlesen ...

Aktuelle Informationen

  • Kirchenmusik im 2. Halbjahr 2018

    Unsere Kantorin hat wieder interessante Musikveranstaltungen geplant. Besuchen Sie den Kirchenmusikbereich auf unserer Hompage und laden Sie hier den Flyer für die Musikveranstaltungen herunter. pdf Flyer Kirchenmusik 2. Halbjahr 2018

     

  • 8 8 uhrAm Achten um Acht: Veranstaltungen 2. Halbjahr 2018

    Jeden 8. eines Monats um 20 Uhr im Gemeindezentrum Dollendorf

    Laden Sie hier das Programm für die Monate September bis Dezember 2018 herunter (August Sommerpause): pdf Veranstaltungen September bis Dezember 2018
    Der Eintritt der Veranstaltungen ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

     

     

  • Jahreslosung Kirchenjahr 2018

    Gott spricht:
     

    „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst" (Offenbarung 21,6)
     

Tarifordnung Gemeinderäume 2015

Geschrieben von Udo Blaskowski am .

Benutzungs- und Entgeltregelung für die Überlassung gemeindlicher Räumlichkeiten

Beschluss des Presbyteriums vom 17. September 2014/Änderung 2017

 

Die Ev. Kirchengemeinde Oberkassel versteht sich als einladende Kirche. Sie lädt auch in der Woche zu ihren verschiedenen Gruppen, Kreisen und Veranstaltungen in den Kirchen und in den Gemeindezentren ein. Die Gemeinderäume sind dabei nicht nur Orte der Begegnung, sondern stellen gleichzeitig ein wirtschaftliches Gut dar, das entsprechend zu verwalten ist.

Die nachfolgenden Regelungen sollen diesem Gesichtspunkt Rechnung tragen. Das Presbyterium ist sich bewusst, dass es bei den z. T. sehr unterschiedlichen Nutzungsgruppen und Nutzungszwecken schwierig ist, eine für alle gleichermaßen einheitliche und gerechte Regelung zu finden. Im Zweifelsfalle soll nicht das finanzielle Kriterium, sondern der Nutzen für die Gemeinde als Ganzes im Vordergrund der Entscheidung über das Nutzungsentgelt stehen.

Sie können sich die Tarifordnung hier herunterladen pdf Tarifordnung 2014-Update 2017

 

 

Gemeindefahrt 2015

Geschrieben von Volker Damann am .


Online Formular Gemeindefahrt nach Gnadenthal 2015

 

Kontoverbindung & Spendenkonto

Geschrieben von Volker Damann am .

Geschäftskonto

Sparkasse Köln/Bonn

IBAN: DE32 3705 0198 0043 5938 70

Spenden bitte auch auf dieses Konto überweisen mit entsprechendem Hinweis

Spendenquittungen können vom Gemeindebüro angefordert und ausgestellt werden

 

 

Predigt von Pfr. i.R. H. Domay vom 27. Juli 2014

Geschrieben von Volker Damann am .

 

Rundschreiben des Vizepräses zum Israel-Palästina Konflikt

Geschrieben von Volker Damann am .

Hier finden Sie das Rundschreiben der evangelischen Kirche im Rheinland zu den Auseinandersetzungen in Israel und Palästina

Übersicht Gottesdienste

Geschrieben von Volker Damann am .

Regelmäßige Gottesdienste im Kirchenjahr 2018 (ab 1. Advent 2017) finden statt:
 

 
Große Kirche Oberkassel
Sonntags
09:30 Uhr
Kirche Dollendorf
Sonntags
11:00 Uhr
Theresienau
Mittwochs
15:00 Uhr

Kontakt

Geschrieben von V. Damann am .

Ihre Ansprechpartner (Stand 9. Januar 2018)

 

 

Hier finden Sie alle Ansprechpartner in der Gemeinde auf einen Blick. Klicken Sie auf einen Link um Detailinformationen zu erhalten

 


 

Pfarrbüro für beide Bezirke:

Öffnungszeiten: Dienstag–Freitag von 10.00–12.00 Uhr
Bonn-Oberkassel, Kinkelstraße 2
Margret Krahe
☎ (0228) 441155, Fax (0228) 442473
E-Mail: info(at)kirche-ok.de
Bankkonto: Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG Nr. 5 220 974 024 • BLZ 380 601 86


 

Öffentlichkeitsarbeit (Stand April 2016):


 

Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel-Dollendorf (Stand April 2016)

Vorsitzende: Sophia Döllscher

Mitarbeiterpresbyter(in): derzeit vakant

Bezirk I (Oberkassel):

Bezirk II (Dollendorf):

Aufgaben der Gemeindeversammlung

Geschrieben von Anmerkungen der Redaktion am .

Es wird zur Gemeindeversammlung am 23. September 2012 eingeladen. Die meisten Mitglieder der Gemeinde werden eher selten in der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland lesen, in der alle wichtigen Verfahrensangelegenheiten für die Landeskirche und die Kirchengemeinden niederlegt sind. In der Kirchenordnung, sozusagen der Verfassung der Rheinischen Landeskirche, sind auch die Rechte und Pflichten der Gemeindemitglieder und der kirchlichen Amtsträger geregelt. Es handelt sich dabei nicht um eine „bürokratische" Ordnung bzw. eine Sammlung formaler Regeln, sondern um die Grundlage des reformatorischen Verständnisses der Aufgaben der Kirchengemeinde. Die Kirchenordnung hat eine lange Tradition, die der Rheinischen Landeskirche geht vor allem zurück auf die Verhandlungen des Weseler Konvents im Jahre 1568 und der Generalsynode von Duisburg im Jahre 1610. In Erinnerung an die Generalsynode von 1610 hat die außerordentliche Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland 2010 in einem Beschluss u. a. ausgeführt: „Im Hinblick auf die zunehmend komplexen Anforderungen an das Leitungshandeln sind die presbyterial-synodale Ordnung und das diesbezügliche Bildungsangebot so fortzuentwickeln, dass die Gemeinde der Getauften ihr Recht auf Teilhabe am Leitungshandeln auch weiterhin wahrnehmen kann."

Die Gemeindeversammlung bietet eine der Gelegenheiten zur Teilhabe; nehmen Sie dies wahr. Sie können natürlich auch jederzeit Pfarrerin Quaas oder Pfarrer Anders sowie die anderen Mitglieder des Presbyteriums ansprechen, wenn Sie Fragen zur Gemeindeversammlung haben.

Die Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 10. Januar 2003, zuletzt geändert durch Kirchengesetz vom 14. Januar 2011, regelt in Artikel 35 Folgendes zur Gemeindeversammlung:

  1. Das Presbyterium muss die Mitglieder und Mitarbeitenden der Kirchengemeinde mindestens einmal im Jahr zu einer Gemeindeversammlung einladen. In Gesamtkirchengemeinden findet die Gemeindeversammlung in den Gemeindebereichen statt. Die Gemeindeversammlung ist öffentlich, soweit das Presbyterium im Einzelfall nicht etwas anderes beschließt.
  2. Zeit und Ort der Gemeindeversammlung sowie die Tagesordnung sind im Gottesdienst durch zweimalige Kanzelabkündigung und in sonst geeigneter Weise mitzuteilen. Mitglieder der Kirchengemeinde können Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung der Gemeindeversammlung stellen; darüber entscheidet die oder der Vorsitzende.
  3. Die Leitung der Gemeindeversammlung liegt bei der oder dem Vorsitzenden des Presbyteriums. Sie kann vom Presbyterium auch einer anderen Person übertragen werden.
  4. In der Gemeindeversammlung wird über die Arbeit der Kirchengemeinde und über die Gesamtlage der Kirche berichtet und beraten. Insbesondere sind in der Gemeindeversammlung folgende Angelegenheiten zu besprechen: eine beabsichtigte Veränderung der Zahl der regelmäßigen Gottesdienste oder eine Änderung der Gottesdienstordnungen, die Gesamtkonzeption gemeindlicher Aufgaben, Bauvorhaben, die Planung gemeindlicher Einrichtungen mit besonderem Kostenaufwand, die Planung der Teilung oder Aufhebung der Kirchengemeinde oder die Zusammenlegung der Kirchengemeinde mit einer anderen sowie die Überlegungen des Presbyteriums im Blick auf die Pfarrstellenbesetzung.
  5. Für den Wechsel der Art des Verfahrens der Presbyteriumswahl ist eine gesonderte Gemeindeversammlung einzuberufen. Diese wirkt durch Beschlussfassung am Wechsel mit.
  6. Die Ergebnisse der Gemeindeversammlung sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Presbyterium hat hierüber zu beraten und die Gemeinde in geeigneter Weise über seine Entscheidungen zu unterrichten.
  7. In Kirchengemeinden mit mehreren Pfarrbezirken können neben der Gemeindeversammlung auch Bezirksversammlungen einberufen werden.

Öffnungszeiten

Geschrieben von Volker Damann am .

Hier finden Sie die Öffnungszeiten der wichtigsten Gemeindeeinrichtungen:

 

Gemeindebüro:

Dienstag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr
Gemeindesekretärin Margret Krahe
Kinkelstraße 2
53227 Bonn-Oberkassel
Telefon: 02 28 - 44 11 55

 


Bücherei Oberkassel:

Montag von 16 Uhr bis 17:30 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 15 Uhr bis 18 Uhr und Donnerstag von 15 Uhr  bis 18:30 Uhr

 


Bücherei Dollendorf:

Dienstag und Donnerstag von 15 Uhr bis 18 Uhr

 


Geschichte

am .

Mit dicken Backen dreht sich der Posaunenengel auf dem Dachreiter der alten evangelischen Kirche in Oberkassel im Wind. Man glaubt förmlich, seine Posaunenklänge zu hören. Posaunenengel sind vielfach historisches Zeichen der Gotteshäuser der evangelisch - reformierten Gemeinden am Niederrhein. Diese wollten sich damit abgrenzen von den katholischen Kirchen mit Wetterhahn oder Kreuz.
Der Engel mit der Posaune steht aber auch als Zeichen durchkämpfter Glaubensnot und bewahrter Gemeinschaft: „Ich sah einen Engel hoch droben am Himmel fliegen, der hatte eine ewige Heilsbotschaft zu verkündigen allen Völkern.“ So steht es, leicht verkürzt, in der Offenbarung des Johannes. Mit Bezug auf den niederländischen Glaubenskampf der evangelischen „Geusen“ gegen die (katholische) spanische Herrschaft im 16. Jahrhundert wird der Posaunenengel auch „Geusendaniel“ genannt. Noch heute erinnert er an die reformierte Herkunft der evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel. Seit 1832 zählt die evangelische Gemeinde Oberkassel zur unierten Kirche. In ihr sind die lutherischen und die reformierten Gemeinden in Preußen auf Veranlassung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. ab 1817 vereint worden. Ihn störte, dass er als Reformiert-Gläubiger nicht mit seiner Ehefrau, der lutherischen – gläubigen Königin Luise, in der Potsdamer Garnisonkirche gemeinsam das Abendmahl empfangen konnte. Die unterschiedlichen Auffassungen über das Wesen des Abendmahls hatten die beiden evangelischen Glaubensrichtungen entzweit.

Bereits 1550 ist in Oberkassel durch den ehemaligen Franziskanermönch Georg Kruiff nach reformatorischem Verständnis gepredigt worden. Die Gottesdienste wurden unter schwierigen Bedingungen in Wohnhäusern, ja teilweise versteckt im Wald gefeiert. Erst der Religionsvergleich von 1672 zwischen dem katholischen Pfalzgrafen Phillip Wilhelm und dem protestantischen brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm sicherte den Reformierten die freie Religionsausübung zu und gewährte ihnen „die Macht, Kirchen zu bauen und zu unterhalten,“ Gleichwohl dauerten die Streitigkeiten zwischen den Konfessionen an und noch 1768 führten die Reformierten in Oberkassel darüber Klage, dass „die protestantische, sonders die reformierte Religion (in einer Predigt durch einen Mönch aus Kurköln) samt Lehrer und Prediger schimpflich und bis zum Gelächter durchgezogen werden.“
Drei Kirchen stehen der Gemeinde zur Verfügung. Die alte Kirche in Oberkassel führt das Adjektiv alt zu Recht in ihrem Namen. 1683 gegründet ist sie die älteste evangelische Kirche auf Bonner Stadtgebiet. Knochenarbeit war der Bau im wahrsten Sinne des Wortes für die wenigen Gemeindemitglieder; kaum mehr als ein Dutzend Namen stehen in den Quellen für diese Zeit, für eine Gemeinde, deren Einzugsgebiet sich von Spich bis nach Honnef erstreckte. Leider sollten die Worte aus dem Lukasevangelium über dem ursprünglichen Hauptportal der Kirche: „Himmel und Erde werden vergehen aber meine Worte vergehen nicht,“ schon bald Wirklichkeit werden: Bereits sechs Jahre später wurde die kleine Kirche kriegsbedingt ein Opfer der Flammen, die auch den größten Teil des Ortes niederlegten. Wahrhaft schwere Zeiten für die kleine Gemeinde, wenn auch das Wort überdauerte. 1698 konnte mit Spendengeldern zahlreicher evangelischer Gemeinden, auch „außerhalb lands“, und Schenkungen weltlicher Gönner bereits ein neuer Bau seiner Bestimmung übergaben werden, wenn auch der Kirchturm, ein Dachreiter, erst 1726 fertig wurde. Die dazugehörige Glocke war ein Geschenk aus Amsterdam. 225 Jahre wurde Gottesdienst in diesem kleinen Saalbau gefeiert; kaum 100 Personen fasste die alte Kirche, auf das Zehnfache war die Gemeinde inzwischen angewachsen, ein Neubau unumgänglich geworden.

1908 wird eine neue, größere Kirche ihrer Bestimmung übergeben; Kanzel und Altar der alten Kirche werden in den Schwarzwald verschenkt; Glocken und Turmuhr gehen in den Hunsrück. Nur 15 Monate vergehen zwischen der Grundsteinlegung und der Einweihung des neuen Gotteshauses am 3. November 1908.

Der damalige Pfarrer Ludwig Fromme beschreibt den Neubau mit folgenden Worten: „Wir haben hier den sichtbaren Beweis dafür, dass es möglich ist, auch im ländlichen Rahmen etwas künstlerisch Wertvolles zu schaffen, ohne talmigotische Zieraten oder sonstige billige Anleihen bei den ,historischen’ Stilformen der Romantik und Gotik.“ Die Kanzel bildet den Mittelpunkt der „Predigtkirche“ reformatorischen Gepräges. Auf einen Mittelgang wird zugunsten zweier Seitengänge verzichtet. Die Orgelbühne oberhalb hinter ihr nimmt die Orgel der Frma E. F. Walcker & Cie. in Ludwigsburg auf und bietet Platz für den Sängerchor, beide im Angesicht der Gemeinde. Nach mehrfachen Reparaturen wird die Orgel 1975 auf die rückwärtige Empore verlegt.
Erwähnt sei noch die künstlerische Gestaltung der Fenster: zu beiden Seiten der ursprünglichen Orgel die Bildnisse zweier Männer, deren Namen auf das engste mit der Entwicklung des evangelischen Kirchengesangs verknüpft sind: Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt. Die vier großen Fenster im eigentlichen Kirchenraum zeigen Motive aus dem Neuen Testament. Leider wurden die reinseitigen Fenster am Ende des Zweiten Weltkriegs durch Beschuss zerstört. Von den drei Glocken in den Tönen c´- es´- f ´, haben zwei ebenfalls den Zweiten Weltkrieg nicht überstanden; sie wurden 1956 neu gegossen. Um die Kirche gruppieren sich das Pfarrhaus, das Küsterhaus mit dem Gemeindebüro, das Evangelische Jugendheim und der Kindergarten.

Die evangelischen Gemeindemitglieder aus Dollendorf und aus Römlinghoven erhielten erst 1973 ihre eigene Kirche. Am 23. September jenes Jahres fand die feierliche Schlüsselübergabe für das neue Gemeindezentrum in der Niederdollendorfer Friedenstraße statt. Bis zu diesem Zeitpunkt feierten die evangelischen Christen aus Dollendorf ihren sonntäglichen Gottesdienst im Bethaus „Nissi“ („Der Herr sieht mich“) des evangelischen Kinderheims Probsthof an der Hauptstraße.
Räumlich mit der Kirche in Niederdollendorf verbunden sind das evangelische Gemeindezentrum und das Pfarrhaus. Besonders fallen dem Betrachter die große, farbige bleiverglaste Front des Kirchenraumes und der freistehende, hoch aufragende Glockenturm mit seinem Schieferdach und dem Kreuz auf einer vergoldeten Weltkugel ins Auge. Die drei Glocken im Turm mit der Tonfolge h – d´- e´ tragen entsprechend unserem Glaubensbekenntnis biblische Sprüche zur Beschreibung des dreieinigen Gottes. Im Jahre 2000 konnte die Gemeinde mit großer Freude den neu gestalteten Altarraum in Besitz nehmen.

Pfarrbüro

Geschrieben von Volker Damann am .

Als primäre Anlaufstelle für verwaltungstechnische Anfragen dient unser Pfarrbüro, welches Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr besetzt ist.

Pfarrbüro
Gemeindesekretärin Margret Krahe
Kinkelstraße 2
53227 Bonn-Oberkassel
Telefon: 02 28 - 44 11 55
eMail: Pfarrbüro

Hauptamtler

Geschrieben von Volker Damann am .

 

Pfarrbezirksübergreifende Mitarbeiter

Sozialarbeiterin
Iris Hanusch
Zipperstraße 4
53227 Bonn

Telefon: 0228-94 49 94 09

 

Kantor
 

N.N.

Pfarrbezirk Oberkassel

 

Küsterin
Elisabeth Keil

Kinkelstraße 2
53227 Bonn

Telefon: 0228 - 44 25 72
 

Hausmeister
Hans Depner

Kinkelstraße 2
53227 Bonn

Tel.: 0172 / 4319718

Leiterin des evangelischen
Kindergartens Oberkassel
Kristina Ruscher
Kinkelstraße 7
53227 Bonn

Tel.: 0228-44 36 26

 

Erzieherin
Alexandra Schmitz

Kinkelkstraße 7
53227 Bonn

Pfarrbezirk Dollendorf

 

Küster und Hausmeister
N.N

Leiterin des Kindergartens
im Ev. Kinder- und
Jugendheim Probsthof

Andrea Senst
Hauptstraße 132
53639 Königswinter

Tel.: 02223-2 11 32

 

Jugendleiterin
Louisa Mohn




Telefon: 0178 / 334 0547

Erzieherin
Dorothee Wollhöve-Zink

Hauptstraße 132
53639 Königswinter

Telefon: 02223 - 2 11 32

 

Pfarrer

Geschrieben von Volker Damann am .

Pfarrbezirk Oberkassel

Pfarrer Jens Anders
Kinkelstraße 2b
53227 Bonn-Oberkassel


Telefon: 02 28 - 44 13 41
eMail: Pfarrer Anders

 


Pfarrbezirk Dollendorf 

quaas_Hochformnat

Pfarrerin Dr. Anne Kathrin Quaas
Friedensstr. 31
53639 Königswinter

Telefon: 02223 / 905 6355
eMail: Pfarrerin Quaas



 

Pfarrer Historie

Geschrieben von Volker Damann am .


Beginnend mit Georg Kruiff um 1550 sind 32 Pfarrer in der Pfarrchronik verzeichnet. Bekannte Namen sind darunter: Daniel Schleiermacher zum Beispiel (Pfarrer in Oberkassel von 1723 bis 1730), der Großvater des Philosophen und bedeutendsten evangelischen Theologen des 19. Jahrhunderts, Ernst Daniel Schleiermacher, und Johann Gottfried Kinkel (Pfarrer von 1801 bis 1832), Vater des Theologen, Freiheitsdichters und Politikers Gottfried Kinkel.

Die Pfarrer der Gemeinde von 1550 bis zur Gegenwart

Lfd. Nr.

Name

Vorname

Lebte
von - bis

Amtszeit in Oberkassel

1

Kuiff

Georg

 

Um 1550

2

Hirtz

Paul

 

 

3

Hiller

Lorenz

 

 

4

Leimner (Leinen?)

Peter

 

1607

5

Böhler

Peter

1588-1612

1609

6

Lehmann

Johannes

 

1612

7

Jakobi

Isaak

 

1632

8

Beekmann

Adolf

 

1663-1675

9

Clauberg

Andreas

-1714

1676-1680

10

Wurm

Adam

1652-1721

1680-1694

11

Heeas

Johann

-1723

1694-1723

12

Schleiermacher

Daniel

 

1723-1730

13

Schmitz

Johann

-1751

1730-1747

Fues

Johann

1723-1784

1747-1784

15

Schoenenberg

Friedrich

1759-1793

1784-1793

16

Stammeyer

Johann

1760-1801

1793-1801

Kinkel

Johann Gottfried

1758-1837

1801-1832

18

Schnabel

Franz

1805-1847

1832-1847

19

Schulze-Berge

Theodor

1816-1891

1849-1873

Lappe

Friedrich

1845-1928

1873-1881

Spitta

Friedrich

1852-1924

1881-1887

Meyer Arnold 1861- 1888-1889
Fromme Ludwig 1863-1936 1890-1933
Boué Edgar 1889-1974 1933-1948
Bräunig Georg 1916- 1950-1961

26

Lubrich Walter 1908- 1954-1956
Sondermann Werner 1913-1965 1962-1965
Kroh Hans 1939 1968-2004
Anders Jens 1965 Seit 2004
Lfd. Nr. Name Vorname Lebte
von - bis
Amtszeit in Dollendorf
30 Dittmar Lutz 1942 1971-1975
31 Dr. Brenner Beatus 1947 1978-1982
Kocks Silvia 1950 1983-2011

 

Unsere Gemeindekonzeption

Geschrieben von Volker Damann am .

Die Kirchengemeinde hat jetzt ihre von Grund auf überarbeitete Gesamtkonzeption über die gemeindlichen Aufgaben fertig gestellt. Die Konzeption beschreibt die Gemeinde mit ihrem Selbstverständnis, ihrem Umfeld, ihrer Struktur und den Arbeitsformen. Sie legt dar, wie die Gemeinde ihren Auftrag versteht, und sie möchte die Gemeindemitglieder ermuntern und ermutigen, am Leben der Gemeinde und an der Verwirklichung der Ziele teil zu nehmen. Einen breiten Raum in der Gemeindekonzeption nehmen die einzelnen Aufgabenfelder der Gemeindearbeit ein. Dazu gehören Gottesdienst, Kirchenmusik, Seelsorge, Diakonische Arbeit, Seniorenarbeit, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Bildungsarbeit, Ökumene, Öffentlichkeitsarbeit.

Die Konzeption wurde unter Beteiligung vieler Menschen in der Gemeinde entwickelt und steht ab sofort  pdf hier zum Download zur Verfügung

Die Gemeinde

Geschrieben von Volker Damann am .


Die evangelische Kirchengemeinde Oberkassel besteht aus zwei Pfarrbezirken. In diesen zwei Pfarrbezirken
  • Oberkassel mit Ramersdorf (auf Bonner Stadtgebiet) und

  • Dollendorf mit Ober-, Niederdollendorf und Römlinghoven (auf dem Stadtgebiet von Königswinter)

betreuen heute Pfarrer Jens Anders und Pfarrerin Dr. Anne Kathrin Quaas knapp 4.000 Gemeindemitglieder, die sich zu etwa gleichen Teilen auf die beiden Bezirke verteilen.

Grundlage der Arbeit in der Gemeinde ist eine  Gesamtkonzeption (kann hier als pdf-Datei herunter geladen werden) aller gemeindlichen Aufgaben aus dem Jahr 2009. Die Bibel ist das Fundament unseres christlichen Glaubens. Wir erfahren die Botschaft des Evangeliums aus ihr. Das biblische Wort ist uns Kraftquelle für unser Leben. Diese Erkenntnis ist nicht neu; seit 350 Jahren bestimmen diese einfachen und klaren Worte das Leben in unserer Gemeinde.

Die 95 Thesen Martin Luther's

Geschrieben von Volker Damann am .

1. Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: "Tut Buße" usw. (Matth. 4,17), hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.  

2. Dieses Wort kann nicht von der Buße als Sakrament - d. h. von der Beichte und Genugtuung -, die durch das priesterliche Amt verwaltet wird, verstanden werden.

3. Es bezieht sich nicht nur auf eine innere Buße, ja eine solche wäre gar keine, wenn sie nicht nach außen mancherlei Werke zur Abtötung des Fleisches bewirkte.

4. Daher bleibt die Strafe, solange der Hass gegen sich selbst - das ist die wahre Herzensbuße - bestehen bleibt, also bis zum Eingang ins Himmelreich.

5. Der Papst will und kann keine Strafen erlassen, außer solchen, die er auf Grund seiner eigenen Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat.

6. Der Papst kann eine Schuld nur dadurch erlassen, dass er sie als von Gott erlassen erklärt und bezeugt, natürlich kann er sie in den ihm vorbehaltenen Fällen erlassen; wollte man das gering achten, bliebe die Schuld ganz und gar bestehen.

7. Gott erlässt überhaupt keinem die Schuld, ohne ihn zugleich demütig in allem dem Priester, seinem Stellvertreter, zu unterwerfen.

8. Die kirchlichen Bestimmungen über die Buße sind nur für die Lebenden verbindlich, den Sterbenden darf demgemäß nichts auferlegt werden.

9. Daher handelt der Heilige Geist, der durch den Papst wirkt, uns gegenüber gut, wenn er in seinen Erlassen immer den Fall des Todes und der höchsten Not ausnimmt.

10. Unwissend und schlecht handeln diejenigen Priester, die den Sterbenden kirchliche Bußen für das Fegefeuer aufsparen.

11. Die Meinung, dass eine kirchliche Bußstrafe in eine Fegefeuerstrafe umgewandelt werden könne, ist ein Unkraut, das offenbar gesät worden ist, während die Bischöfe schliefen.

12. Früher wurden die kirchlichen Bußstrafen nicht nach, sondern vor der Absolution auferlegt, gleichsam als Prüfstein für die Aufrichtigkeit der Reue.

13. Die Sterbenden werden durch den Tod von allem gelöst, und für die kirchlichen Satzungen sind sie schon tot, weil sie von Rechts wegen davon befreit sind.

14. Ist die Haltung eines Sterbenden und die Liebe (Gott gegenüber) unvollkommen, so bringt ihm das notwendig große Furcht, und diese ist um so größer, je geringer jene ist.

15. Diese Furcht und dieser Schrecken genügen für sich allein - um von anderem zu schweigen -, die Pein des Fegefeuers auszumachen; denn sie kommen dem Grauen der Verzweiflung ganz nahe.

16. Es scheinen sich demnach Hölle, Fegefeuer und Himmel in der gleichen Weise zu unterscheiden wie Verzweiflung, annähernde Verzweiflung und Sicherheit.

17. Offenbar haben die Seelen im Fegefeuer die Mehrung der Liebe genauso nötig wie eine Minderung des Grauens.

18. Offenbar ist es auch weder durch Vernunft- noch Schriftgründe erwiesen, dass sie sich außerhalb des Zustandes befinden, in dem sie Verdienste erwerben können oder in dem die Liebe zunehmen kann.

19. Offenbar ist auch dieses nicht erwiesen, dass sie - wenigstens nicht alle - ihrer Seligkeit sicher und gewiss sind, wenngleich wir ihrer völlig sicher sind.

20. Daher meint der Papst mit dem vollkommenen Erlass aller Strafen nicht einfach den Erlass sämtlicher Strafen, sondern nur derjenigen, die er selbst auferlegt hat.

21. Deshalb irren jene Ablassprediger, die sagen, dass durch die Ablässe des Papstes der Mensch von jeder Strafe frei und los werde.

22. Vielmehr erlässt er den Seelen im Fegefeuer keine einzige Strafe, die sie nach den kirchlichen Satzungen in diesem Leben hätten abbüßen müssen.

23. Wenn überhaupt irgendwem irgendein Erlass aller Strafen gewährt werden kann, dann gewiss allein den Vollkommensten, das heißt aber, ganz wenigen.

24. Deswegen wird zwangsläufig ein Großteil des Volkes durch jenes in Bausch und Bogen und großsprecherisch gegebene Versprechen des Straferlasses getäuscht.

25. Die gleiche Macht, die der Papst bezüglich des Fegefeuers im allgemeinen hat, besitzt jeder Bischof und jeder Seelsorger in seinem Bistum bzw. seinem Pfarrbezirk im besonderen.

26. Der Papst handelt sehr richtig, den Seelen (im Fegefeuer) die Vergebung nicht auf Grund seiner - ihm dafür nicht zur Verfügung stehenden - Schlüsselgewalt, sondern auf dem Wege der Fürbitte zuzuwenden.

27. Menschenlehre verkündigen die, die sagen, dass die Seele (aus dem Fegefeuer) emporfliege, sobald das Geld im Kasten klingt.

28. Gewiss, sobald das Geld im Kasten klingt, können Gewinn und Habgier wachsen, aber die Fürbitte der Kirche steht allein auf dem Willen Gottes.

29. Wer weiß denn, ob alle Seelen im Fegefeuer losgekauft werden wollen, wie es beispielsweise beim heiligen Severin und Paschalis nicht der Fall gewesen sein soll.

30. Keiner ist der Echtheit seiner Reue gewiss, viel weniger, ob er völligen Erlass (der Sündenstrafe) erlangt hat.

31. So selten einer in rechter Weise Buße tut, so selten kauft einer in der rechten Weise Ablass, nämlich außerordentlich selten.

32. Wer glaubt, durch einen Ablassbrief seines Heils gewiss sein zu können, wird auf ewig mit seinen Lehrmeistern verdammt werden.

33. Nicht genug kann man sich vor denen hüten, die den Ablass des Papstes jene unschätzbare Gabe Gottes nennen, durch die der Mensch mit Gott versöhnt werde.

34. Jene Ablassgnaden beziehen sich nämlich nur auf die von Menschen festgesetzten Strafen der sakramentalen Genugtuung.

35. Nicht christlich predigen die, die lehren, dass für die, die Seelen (aus dem Fegefeuer) loskaufen oder Beichtbriefe erwerben, Reue nicht nötig sei.

36. Jeder Christ, der wirklich bereut, hat Anspruch auf völligen Erlass von Strafe und Schuld, auch ohne Ablassbrief.

37. Jeder wahre Christ, sei er lebendig oder tot, hat Anteil an allen Gütern Christi und der Kirche, von Gott ihm auch ohne Ablassbrief gegeben.

38. Doch dürfen der Erlass und der Anteil (an den genannten Gütern), die der Papst vermittelt, keineswegs geringgeachtet werden, weil sie - wie ich schon sagte - die Erklärung der göttlichen Vergebung darstellen.

39. Auch den gelehrtesten Theologen dürfte es sehr schwerfallen, vor dem Volk zugleich die Fülle der Ablässe und die Aufrichtigkeit der Reue zu rühmen.

40. Aufrichtige Reue begehrt und liebt die Strafe. Die Fülle der Ablässe aber macht gleichgültig und lehrt sie hassen, wenigstens legt sie das nahe.

41. Nur mit Vorsicht darf der apostolische Ablass gepredigt werden, damit das Volk nicht fälschlicherweise meint, er sei anderen guten Werken der Liebe vorzuziehen.

42. Man soll die Christen lehren: Die Meinung des Papstes ist es nicht, dass der Erwerb von Ablass in irgendeiner Weise mit Werken der Barmherzigkeit zu vergleichen sei.

43. Man soll den Christen lehren: Dem Armen zu geben oder dem Bedürftigen zu leihen ist besser, als Ablass zu kaufen.

44. Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe und wird der Mensch besser, aber durch Ablass wird er nicht besser, sondern nur teilweise von der Strafe befreit.

45. Man soll die Christen lehren: Wer einen Bedürftigen sieht, ihn übergeht und statt dessen für den Ablass gibt, kauft nicht den Ablass des Papstes, sondern handelt sich den Zorn Gottes ein.

46. Man soll die Christen lehren: Die, die nicht im Überfluss leben, sollen das Lebensnotwendige für ihr Hauswesen behalten und keinesfalls für den Ablass verschwenden.

47. Man soll die Christen lehren: Der Kauf von Ablass ist eine freiwillige Angelegenheit, nicht geboten.

48. Man soll die Christen lehren: Der Papst hat bei der Erteilung von Ablass ein für ihn dargebrachtes Gebet nötiger und wünscht es deshalb auch mehr als zur Verfügung gestelltes Geld.

49. Man soll die Christen lehren: Der Ablass des Papstes ist nützlich, wenn man nicht sein Vertrauen darauf setzt, aber sehr schädlich, falls man darüber die Furcht Gottes fahren läßt.

50. Man soll die Christen lehren: Wenn der Papst die Erpressungsmethoden der Ablassprediger wüsste, sähe er lieber die Peterskirche in Asche sinken, als dass sie mit Haut, Fleisch und Knochen seiner Schafe erbaut würde.

51. Man soll die Christen lehren: Der Papst wäre, wie es seine Pflicht ist, bereit - wenn nötig -, die Peterskirche zu verkaufen, um von seinem Gelde einem großen Teil jener zu geben, denen gewisse Ablassprediger das Geld aus der Tasche holen.

52. Auf Grund eines Ablassbriefes das Heil zu erwarten ist eitel, auch wenn der (Ablass-)Kommissar, ja der Papst selbst ihre Seelen dafür verpfändeten.

53. Die anordnen, dass um der Ablasspredigt willen das Wort Gottes in den umliegenden Kirchen völlig zum Schweigen komme, sind Feinde Christi und des Papstes.

54. Dem Wort Gottes geschieht Unrecht, wenn in ein und derselben Predigt auf den Ablass die gleiche oder längere Zeit verwendet wird als für jenes.

55. Die Meinung des Papstes ist unbedingt die: Wenn der Ablass - als das Geringste - mit einer Glocke, einer Prozession und einem Gottesdienst gefeiert wird, sollte das Evangelium - als das Höchste - mit hundert Glocken, hundert Prozessionen und hundert Gottesdiensten gepredigt werden.

56. Der Schatz der Kirche, aus dem der Papst den Ablass austeilt, ist bei dem Volke Christi weder genügend genannt noch bekannt.

57. Offenbar besteht er nicht in zeitlichen Gütern, denn die würden viele von den Predigern nicht so leicht mit vollen Händen austeilen, sondern bloß sammeln.

58. Er besteht aber auch nicht aus den Verdiensten Christi und der Heiligen, weil diese dauernd ohne den Papst Gnade für den inwendigen Menschen sowie Kreuz, Tod und Hölle für den äußeren bewirken.

59. Der heilige Laurentius hat gesagt, dass der Schatz der Kirche ihre Armen seien, aber die Verwendung dieses Begriffes entsprach der Auffassung seiner Zeit.

60. Wohlbegründet sagen wird, dass die Schlüssel der Kirche - die ihr durch das Verdienst Christi geschenkt sind - jenen Schatz darstellen.

61. Selbstverständlich genügt die Gewalt des Papstes allein zum Erlass von Strafen und zur Vergebung in besondern, ihm vorbehaltenen Fällen.

62. Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes.

63. Dieser ist zu Recht allgemein verhasst, weil er aus Ersten Letzte macht.

64. Der Schatz des Ablasses jedoch ist zu Recht außerordentlich beliebt, weil er aus Letzten Erste macht.

65. Also ist der Schatz des Evangeliums das Netz, mit dem man einst die Besitzer von Reichtum fing.

66. Der Schatz des Ablasses ist das Netz, mit dem man jetzt den Reichtum von Besitzenden fängt.

67. Der Ablass, den die Ablassprediger lautstark als außerordentliche Gnaden anpreisen, kann tatsächlich dafür gelten, was das gute Geschäft anbelangt.

68. Doch sind sie, verglichen mit der Gnade Gottes und der Verehrung des Kreuzes, in der Tat ganz geringfügig.

69. Die Bischöfe und Pfarrer sind gehalten, die Kommissare des apostolischen Ablasses mit aller Ehrerbietung zuzulassen.

70. Aber noch mehr sind sie gehalten, Augen und Ohren anzustrengen, dass jene nicht anstelle des päpstlichen Auftrags ihre eigenen Phantastereien predigen.

71. Wer gegen die Wahrheit des apostolischen Ablasses spricht, der sei verworfen und verflucht.

72. Aber wer gegen die Zügellosigkeit und Frechheit der Worte der Ablassprediger auftritt, der sei gesegnet.

73. Wie der Papst zu Recht seinen Bannstrahl gegen diejenigen schleudert, die hinsichtlich des Ablassgeschäftes auf mannigfache Weise Betrug ersinnen,

74. So will er viel mehr den Bannstrahl gegen diejenigen schleudern, die unter dem Vorwand des Ablasses auf Betrug hinsichtlich der heiligen Liebe und Wahrheit sinnen.

75. Es ist irrsinnig zu meinen, dass der päpstliche Ablass mächtig genug sei, einen Menschen loszusprechen, auch wenn er - was ja unmöglich ist - der Gottesgebärerin Gewalt angetan hätte.

76. Wir behaupten dagegen, dass der päpstliche Ablass auch nicht die geringste lässliche Sünde wegnehmen kann, was deren Schuld betrifft.

77. Wenn es heißt, auch der heilige Petrus könnte, wenn er jetzt Papst wäre, keine größeren Gnaden austeilen, so ist das eine Lästerung des heiligen Petrus und des Papstes.

78. Wir behaupten dagegen, dass dieser wie jeder beliebige Papst größere hat, nämlich das Evangelium, "Geisteskräfte und Gaben, gesund zu machen" usw., wie es 1. Kor. 12 heißt.

79. Es ist Gotteslästerung zu sagen, dass das (in den Kirchen) an hervorragender Stelle errichtete (Ablass-) Kreuz, das mit dem päpstlichen Wappen versehen ist, dem Kreuz Christi gleichkäme.

80. Bischöfe, Pfarrer und Theologen, die dulden, dass man dem Volk solche Predigt bietet, werden dafür Rechenschaft ablegen müssen.

81. Diese freche Ablasspredigt macht es auch gelehrten Männern nicht leicht, das Ansehen des Papstes vor böswilliger Kritik oder sogar vor spitzfindigen Fragen der Laien zu schützen.

82. Zum Beispiel: Warum räumt der Papst nicht das Fegefeuer aus um der heiligsten Liebe und höchsten Not der Seelen willen - als aus einem wirklich triftigen Grund -, da er doch unzählige Seelen loskauft um des unheilvollen Geldes zum Bau einer Kirche willen - als aus einem sehr fadenscheinigen Grund -?

83. Oder: Warum bleiben die Totenmessen sowie Jahrfeiern für die Verstorbenen bestehen, und warum gibt er (der Papst) nicht die Stiftungen, die dafür gemacht worden sind, zurück oder gestattet ihre Rückgabe, wenn es schon ein Unrecht ist, für die Losgekauften zu beten?

84. Oder: Was ist das für eine neue Frömmigkeit vor Gott und dem Papst, dass sie einem Gottlosen und Feinde erlauben, für sein Geld eine fromme und von Gott geliebte Seele loszukaufen; doch um der eigenen Not dieser frommen und geliebten Seele willen erlösen sie diese nicht aus frei geschenkter Liebe?

85. Oder: Warum werden die kirchlichen Bußsatzungen, die "tatsächlich und durch Nichtgebrauch" an sich längst abgeschafft und tot sind, doch noch immer durch die Gewährung von Ablass mit Geld abgelöst, als wären sie höchst lebendig?

86. Oder: Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen?

87. Oder: Was erlässt der Papst oder woran gibt er denen Anteil, die durch vollkommene Reue ein Anrecht haben auf völligen Erlass und völlige Teilhabe?

88. Oder: Was könnte der Kirche Besseres geschehen, als wenn der Papst, wie er es (jetzt) einmal tut, hundertmal am Tage jedem Gläubigen diesen Erlass und diese Teilhabe zukommen ließe?

89. Wieso sucht der Papst durch den Ablass das Heil der Seelen mehr als das Geld; warum hebt er früher gewährte Briefe und Ablässe jetzt auf, die doch ebenso wirksam sind?

90. Diese äußerst peinlichen Einwände der Laien nur mit Gewalt zu unterdrücken und nicht durch vernünftige Gegenargumente zu beseitigen heißt, die Kirche und den Papst dem Gelächter der Feinde auszusetzen und die Christenheit unglücklich zu machen.

91. Wenn daher der Ablass dem Geiste und der Auffassung des Papstes gemäß gepredigt würde, lösten sich diese (Einwände) alle ohne weiteres auf, ja es gäbe sie überhaupt nicht.

92. Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: "Friede, Friede", und ist doch kein Friede.

93. Wohl möge es gehen allen den Propheten, die den Christen predigen: "Kreuz, Kreuz", und ist doch kein Kreuz.

94. Man soll die Christen ermutigen, dass sie ihrem Haupt Christus durch Strafen, Tod und Hölle nachzufolgen trachten

95. und dass die lieber darauf trauen, durch viele Trübsale ins Himmelreich einzugehen, als sich in falscher geistlicher Sicherheit zu beruhigen.

Das apostolische Glaubensbekenntnis

Geschrieben von Volker Damann am .

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinab gestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.  

Amen

Das Vaterunser

Geschrieben von Volker Damann am .

Das Grundgebet der gesamten Christenheit

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen

Allgemeine Hinweise

  • Bücherei Oberkassel

    Öffnungszeiten: Montag 16 Uhr bis 17:30 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 15 Uhr bis 18 Uhr und Donnerstag von 15 Uhr bis 18:30 Uhr

  • Bücherei Dollendorf

    Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 15 Uhr bis 18 Uhr

  • Seniorentreff

    Der Seniorentreff, der aus der langen Tradition der Frauenhilfe hervorgegangen ist und jetzt Seniorinnen und Senioren umfasst, trifft sich donnerstags um 15 Uhr im ev. Gemeindezentrum Dollendorf. Neue Teilnehmer/-innen sind herzlich willkommen.